Gesichtssinn

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Nimm jeden Morgen ein kaltes Schwammbad oder wasche den ganzen Körper mit einem nassen Handtuch ab und trockne die Haut mit einem Handtuch gründlich ab, so daß keine Feuchtigkeit darauf zurückbleibt. Das Waschen und Trocknen besorge rasch und gründlich und reibe dann die Haut kräftig mit den Händen, bis sie sich wie Samt und leicht fettig anfühlt. Dieses Schwammbad regt die Hauttätigkeit oder die Porenatmung an, verbessert den Blutumlauf, schützt vor Erkältung, Verschleimung, Lungenübeln, Schlaffheit und Nervosität, ist also förderlicher als vieles Baden.

Bist du erkältet, so verwende kein Wasser, sondern reibe und schlage den Körper mit einem trockenen Handtuch und mit den Händen, bis die Haut gut durchblutet ist. Hast du Abneigung gegen kaltes Wasser, dann nimm zunächst warmes und richte dich mit dem Wärmegrad nach der Jahreszeit, bis du empfindest, daß du mit kaltem Wasser die beste Wirkung erzielst. Das Zimmer soll frei von Zugluft, aber gut durchlüftet und im Winter geheizt sein.

Fühlst du beim Schwammbad Druck und Schmerzen in der Brust oder in den Seiten, so ist das ein Zeichen, daß du nicht genügend entspannt bist. Dann bringe die Brust sofort in die richtige Stellung, hebe sie etwas, lasse sie leicht heraustreten, stelle dich gerade hin, wirf den Kopf zurück, halte die Wirbelsäule noch aufrechter als zuvor, so daß ihr Gewicht auf ihrem unteren Ende ruht und halte die Knie ganz leicht gebeugt.

In dieser entspannten und aufrechten Stellung atme kräftig und nur durch die Nasenlöcher. Sobald die Lungen ganz mit Luft gefüllt sind, hebe die Arme so hoch wie möglich, aber ohne dich anzustrengen, bewege gleichzeitig die Zunge wie beim Kauen, schmatze mit den Lippen und verschlucke den angesammelten Speichel. Dann wirf die erhobenen Arme nach hinten, lasse sie herunterfallen und atme dabei aus, bis die Lungen gründlich entleert sind.

Wiederhole diese Übung siebenmal oder öfter.