1. Rhythmische Atem-Übung - 4

Beitragsseiten

 

Anstatt bis sieben zu zählen, um die volle Länge der Atemzüge zu bekommen, atmen wir besser nach einer geeigneten Melodie ein und aus, weil beim Zählen das Intellektuell-Kalkulatorisch-Mathematische tätig wird, wir aber gerade wollen, daß der Intellekt oder das Stirnhirn während der Übung von Einflüssen frei bleibt, damit wir uns mehr und mehr eines eigenen Gedankenlaufes bewußt werden. Wir singen aber die Melodie nicht, sondern denken sie nur und atmen dabei in ihrem Rhythmus ein und aus, ohne Ideen zu hegen oder Spannung aufkommen zu lassen. Zuerst können wir die Melodie in Gedanken ziemlich schnell wiederholen, verlangsamen aber allmählich das Zeitmaß, so daß genau sieben Sekunden bei jeder Ein- und Ausatmung vergehen.

Haben wir gelernt, bei unserer Übung die Augen entspannt auf den festgesetzten Punkt gerichtet zu halten, ohne daß wir mit den Augen zwinkern oder die Augenlider schlaff hängen lassen und strömt der Atem sieben Sekunden rhythmisch ein und aus, dann fällt es uns auch leicht, dem Atem in Gedanken zu folgen, wie er durch die Windungen der Nase strömt, durch die Luftröhre in das Lungengeäst eintritt und das Lungengewebe, die Brust und das Zwerchfell ausdehnt und bei der Ausatmung die entgegengesetzte Bewegung auslöst. Denke dabei an Ga-Llama, die zentralisierende Grundlage unseres Körperwesens, mit der Absicht, mit Hilfe Ga-Llamas die Zellen im ganzen Körper neu aufzubauen und dadurch den Grund zur Neu- oder Wiedergeburt oder zum Kindesleben, d.h. dem Zustand der Erneuerung, zu legen. Atme in der Erkenntnis, daß der Atem die Grundlage des Lebens ist und uns zum vollen Selbstbewußtsein verhilft. Die Übung allein, ohne Konzentration auf Ga-Llama und ebenso die Konzentration allein ohne die Übung werden uns keinen befriedigenden und dauernden Erfolg vermitteln. Beides muß zusammenwirken.

1. rhythmische Atemübung


Der Zweck der Übung ist, einen guten Blutumlauf zu erzielen und das Blut zu reinigen, was von der Lungentätigkeit abhängig ist und nicht vom Herzen. Das Herz hat nur die Aufgabe, das Blut zu verteilen. Deshalb hängt die Ordnung in unserem Körper in der Hauptsache von den Atmungsorganen ab, und tritt Unordnung ein, so ist der Atem das grundlegende Heilmittel.

Der Zweck der Konzentration auf Ga-Llama ist, mit dem Atem nicht nur Sauerstoff zu Gunsten der Blutreinigung und des Blutumlaufs einzuatmen, sondern auch die atomistische Grundlage aller Lebenserscheinung einzuziehen, die mit Ga-Llama bezeichnet wird. Ga-Llama ist kein neues Wort. Vielmehr bezeichnete man damit schon vor mehr als 142’000 Jahren das Lebensprinzip, das im Körperwesen nur wirksam zu werden braucht, um das Verborgene, Unsichtbare, Geheimnisvolle und wunderbar Erscheinende den menschlichen Sinnen faßbar und bewußt werden zu lassen.

In Zukunft wird das Wort Ga-Llama durch das Wort Atom ersetzt werden. Denn bis heute hat noch niemand den Atom entdeckt und auch noch niemand die Atom-Theorie bewiesen, die sich also überlebt hat. Ga-Llama dagegen ist keine Theorie, sondern eine Wirklichkeit und seine Wirkungen können sogar durch die entsprechend entwickelten Sinne wahrgenommen, also seine Gegenwart bewiesen werden.

Durch die Übung wollen wir uns nach und nach den Sieben-Sekunden-Atem für immer angewöhnen. Das ist der individuelle Atem gegenüber dem angeborenen oder Mutteratem, der selbst im günstigsten Falle nur drei Sekunden dauert. Ist er kürzer als drei Sekunden, dann haben wir schlechte Aussichten für unseren Aufenthalt auf dieser Erde. Der Mutteratem entspricht der Länge des Atems, den die Mutter zur Zeit der Empfängnis unterhielt. Er ist begrenzt und bestimmt die Länge des Erdendaseins, wenn er nicht durch den individuellen Atem ersetzt wird.

Daher kommt es, daß ein anscheinend gesunder Mensch plötzlich nach "Abrahams Schoß" abgerufen wird, ganz gleich, ob er darauf vorbereitet war, dem großen Sensenmann jenseits des Todestores zu begegnen oder nicht. Sobald der Mutteratem erschöpft ist, entflieht der letzte Seufzer. Dem können wir also nur dadurch entgehen, daß wir uns den individuellen Atem zu eigen machen. Deshalb gehen wir ja auch an unsere rhythmischen Übungen.


Für eine Übung genügen drei Minuten und für einen Tag drei Übungen, eine am Morgen, eine am Mittag und eine vor Sonnenuntergang. Das sind im ganzen neun Minuten während des ganzes Tages. Sicherlich kann niemand neun Minuten besser anwenden, da ihm die neun Minuten Übungen das Leben verlängern und erneuern. Wir setzten die Übung mindestens so lange fort, bis wir uns den Sieben-Sekunden-Atem angewöhnt haben. Die erste Übung kann man vor einer Mahlzeit, soll sie aber nicht unmittelbar nach einer Mahlzeit machen und jedenfalls nicht früher als eine halbe Stunde nach einer Mahlzeit.