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Gesundheit

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1. Kapitel aus Mazdaznan Gesundheitswinke

Gesundheit ist die Grundlage, auf der der Mensch gedeiht. Ermangelt er der Gesundheit, so begegnet er vielen Schwierigkeiten im täglichen Leben. Will er gar glücklich sein, dann begreift er bald, daß ihm das ohne Gesundheit nicht gelingt. Sicherlich trachten auch die meisten Menschen nach Gesundheit und ein kleiner Teil sogar nach Glück; aber meist verfehlen sie das Ziel.

Jedoch müssen wir wenigstens einen Versuch machen, gesund zu werden und glücklich zu sein. Die Hauptsache dabei ist, daß wir den richtigen Ausgangspunkt gewinnen, indem wir von uns selbst ausgehen. Dann bringt uns alles Versuchen und Untersuchen immer größere Selbsterkenntnis und schließlich erkennen wir, daß die letzte Ursache von Krankheit und Unglück ein Irrtum im Denken ist.

Wenn ich nicht zu dieser Einsicht komme, so können mich meine Versuche, gesund und glücklich zu werden, wohl auch zufällig auf den rechten Weg bringen, und ich kann dabei wohlauf sein. Aber ganz unversehens taucht ein neues Leiden auf oder das alte Leiden kehrt erneut und schlimmer zurück, so daß der Zustand einer Drehschaukel gleicht, auf der man bald oben, bald unten ist, aber auf keinen grünen Zweig kommt.

Vielleicht war es für uns bisher noch nicht an der Zeit, uns dauernd guter Gesundheit zu erfreuen; sonst hätten wir doch gleich wieder auf dem hohen Pferd gesessen. Vielleicht war es für uns notwendig, uns all den widrigen Umständen gegenüber zu sehen, um aus den Erfahrungen zu lernen. Denn noch immer war es Krankheit oder Unglück oder die „Not“, die den Menschen beten lehrte oder bewog, besonnener und bedachtsamer zu sein oder seine geistigen Fähigkeiten zu gebrauchen, um aus seinen Erfahrungen und Beobachtungen größeren Nutzen zu ziehen.

Gesund zu sein, ist aber für den Menschen nicht etwa eine Großtat oder eine besondere Errungenschaft, sondern nur der Beweis, daß sich sein Körperwesen in natürlicher Verfassung befindet. Denn schon das Tier ist gesund und der Mensch stellt eine höhere Stufe dar, die sich auf der vorhergehenden aufbaut. Wir müssen also die Gesundheit besitzen, wenn wir Fortschritte machen wollen, und zugeben, daß es Menschenpflicht ist, gesund zu sein.

Aber die meisten Menschen untergraben ihre Gesundheit durch ihre unnatürliche Lebensweise. Andere wieder haben gleich zu Beginn ihres Lebens einen schlechten Anfang gehabt und eine schwache Gesundheit mitbekommen. Aber ob so oder anders, für niemand besteht ein Zwang, krank zu sein oder zu bleiben, weil Gesundheit das Geburtsrecht des Menschen und Glückseligkeit seine Berufung ist. Niemand zwingt uns, zeitlebens eine Last mit uns herumzuschleppen, gleichviel ob wir sie uns selbst auferlegten oder ob sie uns von andern aufgebürdet worden ist. Denn der Mensch hat die Macht des freien Willens und der freien Wahl.

Es ist wahr, in manchen Fällen ist die Wahl nicht leicht und der Entschluß schwer und häufig sind Opfer notwendig, um das gesteckte Ziel zu erreichen. Aber es ist gesünder, in Frieden ein Stück trockenes Brot zu essen, als sich an reichbesetzter Tafel Höllenqualen anzuessen. Alle Leiden kommen uns dadurch, daß wir uns entweder äußeren Einflüssen überlassen oder die Naturgesetze nicht kennen und daher nicht beachten.

Aber in beiden Fällen haben wir die freie Wahl, uns zu entschließen und zu entscheiden. Sind Unkenntnis und Unwissenheit die Ursache, so brauchen wir nur unser Wissen zu erweitern und die Gesetze im offenen Buche der Natur zu studieren, um den Leidenszustand zu beheben. Sind äußere Einflüsse die Ursache, so haben wir die Macht, uns solchen Peitschenhieben zu entziehen. Wir brauchen nur unsere Gedankenrichtung zu ändern und unsere Gedankenwellen in fortschrittliche Bahnen zu lenken.

Gesund werden und bleiben erfordert also keinen großen Kraft- oder Kapitalaufwand, sondern nur gesunden Menschenverstand und guten Willen, dem Körper durch Atmung, Ernährung und Pflege soviel Aufmerksamkeit zu schenken, daß die Organe ungestört arbeiten und die Intelligenzen die Leitung behalten können. Dann bleiben wir nicht nur bei Kräften, sondern sammeln beständig Goldkörner der Weisheit und Perlen der Wahrheit und das Leben wird schöner und die Welt besser von Tag zu Tag, weil wir darin leben, da wir dem Zeitalter einen neuen fortschrittlichen, höheren Gedanken aufprägen.

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Zitat aus der Literatur

Wir essen weder um zu leben, noch auch leben wir um zu essen. Das Essen ist lediglich nötig zur Erreichung gewisser Ziele.
O.Z.A. Hanish

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