Ranabaya

Ranabaya moya, ranabaya moya,
Ranabayi leilidum suukno,
Ranabaya moya, ranabaya moya.

Diese Worte gehören der altpersischen Sprache an, die jetzt nicht mehr gesprochen wird, und bedeuten soviel wie: „Festgestellt, bewahrheitet die höchste Liebe“. Die Melodie dazu ist ein Lobgesang auf die höchstdenkbare Liebe, die einem Menschenherzen entspringen kann und alle in diesem Leben und anderweit denkbare Liebe einschließt.

Die alten Perser waren sich bewusst, dass das Leben ewig ist, stellten sich deshalb kein Diesseits und kein Jenseits vor und es gab für sie keine Trennung und kein Wiedersehen, weil im ewigen Leben alles in der ewigen Liebe, in der Gottesliebe in Eins verschmilzt. Diese Liebe brachten sie allen entgegen, den Verwandten, den Freunden und der ganzen Welt, weil sie alle und alles einschließt. Das betonten sie mit „Suukno“, d. h. mit aller Bestimmtheit als eine feststehende und festgestellte Wahrheit, an der kein Zweifel ist. Für „Zweifel“ hatten sie überhaupt keinen Ausdruck. Denn ihr gegebenes Wort war ihnen ein bindendes Gesetz und heilig.

Die altpersische Sprache war daher sehr einfach und klar. Sie bestand aus Einsilbenwörtern wie as, ar, an usw. und den Umkehrungen sa, ra, na usw. Jedes Wort bedeutete einen bestimmten Gegenstand und es gab keine Deklination der Hauptwörter, keine Konjugation der Zeitwörter, keinen bestimmten und keinen unbestimmten Artikel, kein „Und“ und keine Grammatik. Das musste man sich mit seinem eigenen Gedanken ergänzen oder hinzudenken. Das Altpersisch war also eine Gedankensprache, die nur Fingerzeige gab und deshalb ein gutes Denkvermögen voraussetzte.

Es hieß einfach: „Ra-na-ba-ya“ und nun musste man sich alles weitere selbst denken, was in die Rubrik dieser Einsilbenwörter gehörte. Auch Satzzeichen kannte man nicht. Mit wenig Worten war daher viel gesagt. Bei den neueren Sprachen muss man dagegen alles bis ins kleinste auseinandersetzen, um eine Sache begreiflich zu machen, und dann bleibt es noch fraglich, ob der Hörer seinen eigenen Gedanken hinzusetzt und alles selbst durchdenkt oder ob er das Gehörte nur oberflächlich in der Gedächtniszelle aufspeichert, weil es keinen tieferen Eindruck auf ihn gemacht hat.

Um den vollen Eindruck der Worte und der Melodie zu bekommen, müssen wir sie hörbar machen, sie also selbst singen und uns dabei die richtige Szenerie vorstellen, in der die Melodie schon seit Jahrtausenden erklingt, nämlich eine Sandwüste mit ihren Sandhügeln und hin und wieder eine Oase. Die Oasen in der Wüste sind heute noch dieselben wie in alten Zeiten, weil die Sandstürme um die Oasen herumgehen. Die Bäume, die man dort findet, sind meist Einschläferungsbäume, die einen süßlichen Duft ausströmen. Setzt man sich unter einen solchen Baum, dann schläft man ein und wacht gewöhnlich nicht wieder auf, weil der Duft den Atem nimmt; der Körper verwest dann.

Durch diese Wüste wandern die Kamele und tragen ihre kostbaren Lasten von einem Land zum anderen. Sie haben ein sehr gutes Geruchsvermögen, riechen einen Sandsturm schon fünf Stunden vorher und gehen eine Stunde vorher nicht weiter, sondern graben den Körper in den Sand. Der feine Sand des Sandsturmes dringt in Nase und Ohren und ist sehr unangenehm. Selbst wenn man verschleiert ist wie die Beduinen und Watte in die Ohren gesteckt hat, ist der Mund nach einem halbstündigen Sandsturm voll Sand und man wird den Sandgeschmack stundenlang nicht los.

Neben den schwer beladenen Kamelen gehen die Treiber und Kaufleute, die die Karawane begleiten, in der Ferne auf den Hügeln weiden die Hirten ihre Schafherden und auf Ätherwellen hört man diese Melodie „Ranabaya“, die alle Kameltreiber und alle Hirten von früh bis spät singen. Da die Kaufleute der Kühle wegen des Nachts reisen, hört man die Melodie auch die ganze Nacht hindurch.

Die Melodie vereinbart sich mit dem wiegenden Gang eines Kamels, das einen ganz anderen Tritt als andere Tiere hat, einen schwingenden Tritt, wodurch sich der Körper ganz gleichmäßig bewegt. Wenn wir uns auf den Rücken eines Kamels versetzt denken und die Bewegungen des Kamelreitens nachmachen, bringen wir allmählich alle Organe unsres Körpers in harmonische Bewegung. Singen wir noch die Melodie „Ranabaya“ dazu, dann begeben sich die Organe schließlich an ihren Platz und mit der Zeit ordnet sich im Körper alles, weil wir der Natur durch die Reitbewegungen nachgeholfen haben. Wir machen also am besten aus dem Kamelreiten eine Übung, indem wir Bewegungen machen, als ritten wir auf einem Kamel.

Wir setzen uns dazu auf einen kräftigen Hocker und schlagen die Arme übereinander, als wollten wir uns selbst umarmen, so dass die Hände die Schulterblätter berühren. Dann werfen wir den Körper seitlich rückwärts und ziehen gleichzeitig die Muskeln des Unterleibes nach oben, werfen uns auf die andere Seite rückwärts und ziehen die Muskeln, der Melodie entsprechend, nach. Von links nach rechts rückwärts lassen wir uns über die Diagonale vorwärts fallen und werfen uns dann wieder in der entgegengesetzten Richtung rückwärts.

Wir vergegenwärtigen uns, wie das Kamel läuft, die Beine ausstreckt und in die Höhe hebt, wie es die Knie beugt und den Körper wiegt, stößt und wirft. Das Wiegen, Stoßen und Werfen verbindet sich alles harmonisch, ändert sich aber je nach dem Schritt des Kamels. Wenn es einen Sandhügel abwärts geht, wird der Körper zurückgeworfen. Geht es einen Sandhügel aufwärts, so wird der Körper vorwärts geworfen. Hin und wieder gerät es mit einem Fuß in weichen Sand und rutscht dann im Sand. Dann stemmt es sich dagegen und übertritt sich, so dass man mit einem kräftigen Ruck in die Höhe geworfen wird und so eine Art Reitdurchschüttelung am ganzen Körper bekommt, was in der Melodie mit „suukno“ zum Ausdruck kommt.

Auf dem Hocker sitzend, können wir das alles nach Belieben regulieren und modulieren, bis wir die Bewegungen allmählich ganz vollkommen machen. Wir krümmen und beugen uns und lassen uns wieder gehen. Es handelt sich nicht nur um eine Bewegung von der einen zur andern Seite, sondern um eine Art Korkenzieherbewegung. Wir ziehen die Muskeln auswärts und einwärts, von der rechten nach der linken Seite und von der linken nach der rechten Seite, so dass sich alle Muskeln vom Gesäß bis zu den Schultern drehen, alle Körperteile, einschließlich der inneren Organe, in diese Korkenzieherbewegung einbezogen sind, die Unterleibsorgane sich festigen und in ihre natürliche Lage setzen, der Blutumlauf vollkommen und die Haut klar wird.

Wir kommen sehr schnell hinter die Methode der Bewegungen, wenn wir mit dem Gedanken ganz und gar dabei sind und ihn auf jede Windung und Wendung versetzen. Schließlich folgen wir einfach unserem Gefühl, bewegen uns hin und her, durchschütteln uns oder werfen uns in die Höhe, je nach dem Gang des Kamels, das wir uns in Gedanken vorstellen.

Der Gedanke muss also gleich von Anfang an in die Bewegungen hineingelegt werden, damit auch unser inneres Wesen Interesse für die Bewegungen bekommt und jede Organintelligenz sich auf ihre Aufgabe besinnt, nämlich das Organ nicht nur in seiner natürlichen Tätigkeit, sondern vor allem auch in seiner richtigen Lage zu erhalten. Sitzen die Organe auch nur zu einem kleinen Teil nicht in ihrer natürlichen Lage, dann ist ein organischer Fehler vorhanden und die Organe arbeiten nicht naturgemäß; infolgedessen stockt der Blutumlauf hier und da und im Laufe der Zeit entstehen allerhand organische Krankheiten.

Das Kamelreiten verschafft uns vor allem die Kontrolle über die Nieren, die Nebennieren und die Geschlechtsdrüsen und bringt sie in ihre richtige Lage, macht also auch Adhäsionen und Verwachsungen ein Ende, die sehr leicht zu Auszehrung oder Schwindsucht führen. Es kommt leicht vor, dass sich die Nebennieren schwächen, besonders wenn man sich dem 40. Lebensjahr nähert. Man erkennt das an der dunklen Färbung um die Nase und um die Augen und an der unklaren Farbe des Urins, die verrät, dass sich Nierensteine zu bilden beginnen und dass Nieren und Nebennieren in Unordnung sind. Dann ist es höchste Zeit, ihnen zu Hilfe zu kommen.

Wir können die Übung jeden Morgen für 10 Minuten machen und werden uns freuen, wenn wir uns dadurch sichtlich die Jugendlichkeit erhalten, weil die Übung belebend auch auf die Geschlechtsdrüsen wirkt. Deshalb ist sie besonders gut für ältere Leute, die sich ihre Jugendlichkeit zurückwünschen; sie müssen dann mit der Durchführung umso gewissenhafter sein. Wegen der guten Wirkung auf die Geschlechtsdrüsen sollten alle Frauen die Übung täglich bis 3 Tage vor Beginn der Regel und vom 6. Tag nach der Regel an vornehmen.

Das Kamelreiten ist eine der wichtigsten Drüsenübungen deshalb, weil dabei alle Drüsensysteme erschüttert werden und dadurch vor allem die Gehirngruppe berührt wird, die unsere Grundlage ausmacht. Bei materieller Grundlage ziehen sich die unteren Gehirngruppen am Schädelboden mehr zusammen und befestigen sich, bei spiritueller Grundlage mehr das Scheitelhirn und die seitlichen Gehirngruppen und bei intellektueller Grundlage mehr das Stirnhirn aufwärts bis an die Grenze des Scheitelhirnes. Solche Festigung oder Zusammenziehung gleicht dem Aufbau einer Festungsmauer und vermittelt den Intelligenzen der Gehirnzellen Sicherheit und Stärke.

Die Melodie ist schon an und für sich sehr suggestiv und weckt in uns das Gefühl, als wären wir von einer Sandwüste umgeben, die wir durchqueren. Dieses Gefühl bringt das weitere Gefühl der Hoffnung und des Zieles mit sich. Deshalb macht uns die Melodie mit der Zeit hoffnungsvoller und zielbewusster und die damit verbundenen Bewegungen beleben alle Organe, besonders die Drüsen, so dass uns das Verwirklichen leichter fällt und immer selbstverständlicher wird, weil die Organe in Einklang mit der Natur kommen und ihre eigenen Schwingungen sich dadurch erweitern und verfeinern.

Um so näher kommt uns alles in unserer Umgebung und wir entwickeln ein feineres Gefühl für alles uns Umgebende, bis wir miteinander fühlen und uns verstehen lernen, ohne dass wir ein Wort miteinander zu sprechen brauchen. Je mehr wir in eines anderen Atmosphäre kommen, um so besser verstehen wir uns gegenseitig und um so besser begreifen wir alles, was zum Leben notwendig ist und das Leben ausmacht, weil wir von den Schwingungen der Natur und den Ätherwellen der Unendlichkeit getragen werden.

Als Menschen sollten wir uns von den Mächten und Kräften der Natur tragen lassen. Deshalb verbildlicht sie uns von jeher alles vor unseren Augen. Das Kamel soll unsere Schätze tragen, das Pferd und der Elefant sollen unsere Person tragen und alle dienstbaren Tiere sollen uns irgendeinen Nutzen bringen. Inzwischen sind wir als Menschen weiter gekommen in unserer Entwicklung und haben andere Naturkräfte entdeckt und uns mittels des Erfindergeistes dienstbar gemacht zu unserer Weiterförderung.

So ist uns als erste wesentliche Erweiterung die Ausnutzung der Dampfkraft geworden. Dann kam die Elektrizität, dann das Auto, dann das Luftschiff und bei diesem kommt wieder eine bedeutende Verbesserung in den Vordergrund, nämlich der Luftdruck. Schließlich bekommen wir eine spielend leicht zu handhabende Maschinerie, das Luftdruckschiffchen, und fahren vermittels der freien Energie durch die Luft, die sich auch als eine Art Druck äußert, der alles in Bewegung setzt.

Damit sich dieser Erneuerungsgedanke festsetze, gehen wir jetzt durch eine Art Probezeit, die uns aus unserem Halbschlaf aufrütteln soll, damit wir erkennen, dass uns ein besseres Leben als bisher bevorsteht, das uns zufrieden stellt. Zufriedenheit lässt sich aber nur dadurch aufrechterhalten, dass wir uns beständig alles verbessern, die Verhältnisse, die Umstände, die Umgebung, die Wohnung, die Kleidung, die Beförderungs- und sogar die Lebensmittel.

Aber wer soll es uns besser machen? Ich muss es selbst besorgen und kann es auch, es bedarf nur der Übung. Kein Künstler wird groß oder bleibt groß, es sei denn, er übt beständig, um dem Kunstgeist den Weg der Entwicklung zu bahnen. Der Künstler mag noch so viel über Kunst wissen, solange er sich nicht auf seinem Instrument übt, es nicht manipuliert, solange kann er sich nicht erweitern. Der Malkünstler muss sich üben, den Vordergrund, den Hintergrund und die Licht- und Schattenlinien richtig anzusetzen und die Farben harmonisch zusammenzustellen. Sein erstes Gemälde ist doch nicht das Beste und nach Jahren ist der Fortschritt offensichtlich.

So verhält es sich auch mit unserem Körper. Wir sollen immer mehr Kontrolle über seine Organe, besonders die Drüsen bekommen, damit immer mehr Gehirnzellen belebt werden und deren Intelligenzen zum Vorschein kommen und für die Schwingungen des Gesinnes in der Zirbel empfänglich werden und dem Denkenswesen Offenbarungen vermittelt werden können. Je mehr das geschieht, umso mehr erweitert sich unser Denkvermögen und ermutigt uns, uns aus dem alten Zustand heraus in einen neuen besseren Zustand hinein zu arbeiten.

Das Prinzip der Entwicklung oder Erneuerung, das uns von allen Banden, Bindungen und Begrenzungen erlöst, ist in uns. Es ist das Chrystos-Prinzip, das uns durch erweiterte Kenntnis und Erkenntnis die Macht und Kraft gibt, uns von all den Irrtümern loszureißen, die uns krank und unfrei gemacht haben, von all den Suggestionen, die die Umgebung auf uns gewälzt hat, von all den Glaubensbekenntnissen, die uns begrenzten, und von all den Ideen und Meinungen, die sich so tief eingewurzelt haben, dass sich ihre Auswirkungen bis in das Gehirn und sogar bis in das Herz verlaufen.

Das Chrystos-Prinzip überbrückt alle Wunden des Alltags, macht uns die Wirklichkeit des wahren Lebens bewusst, offenbart uns den Ursprung unseres Wesens und ruft uns die Ewigkeit in die Erinnerung, aus der wir hervorgegangen sind, um auf dieser Erde unsere Talente zu gebrauchen, durch unsere Taten gleich Denkmälern unsere Ideen zu bewahrheiten und den Nachkommen den Weg zu einem höheren Ziel zu weisen und zu ebnen.

Nur wenn wir zum Chrystos-Prinzip, zum Christ-in-mir, zum Individuum, zur Individualität, zu unserem Selbst zurückkehren, ist es möglich, dass wir uns der Freiheit auf dem Weg durch dieses Erdenleben erfreuen. Ein Ablasszettel kann uns nicht freimachen von den Irrtümern, Ansichten und Meinungen, die sich in uns eingewurzelt und uns in die Sünden der menschlichen Gesellschaft verstrickt haben. Es nutzt mir auch nichts, dass es Heilande in der Welt gegeben hat und immer noch gibt, sondern mein Heiland muss in mir sein.

Jeder einzelne muss für sich und in sich das Prinzip des Heilandswesens erkennen. Der Lauf des ewigwirkenden Gedankens muss in mir selbst beginnen. Nicht Gedankensplitter oder fremde Ideen und Meinungen sollen uns sein, sondern wir sollen unsere eigenen tiefen Gedanken aus unserem innersten Wesen hervorholen, sollen originell sein in unserem Denken, uns selbst fragen, ob etwas so sei oder anders, und uns unsere Fragen selbst beantworten.

Solange wir fremden Ideen und Meinungen nachgehen, können sich unsere eigenen Gedankenwellen nicht mit unserer Umgebung, der Natur und der Unendlichkeit vereinbaren und dann geraten wir immer mehr auf Abwege. Um den Weg der Wahrheit und Erkenntnis zu finden, müssen wir uns von unserem eigenen Gedanken im Herzen leiten lassen, wie es schon der Heiland im Gleichnis vom verlorenen Sohn dargelegt hat.

Der verlorene Sohn musste sich erst seinen eigenen Gedanken festsetzen, sich sein Ziel setzen, den gegenwärtigen Zustand verlassen und den ersten Schritt tun. „Und er ging“, heißt es in der Schrift. Er fragte nicht: „Was wird der Bürger sagen, wenn ich meine Stellung fristlos kündige? Werden die Schweine mich nicht vermissen?“ Nein, er ging einfach, betrat den Weg ganz allein für sich, ohne auf fremde Hilfe zu warten, und ging seinem Ziel entgegen.

Jeder muss sich selbst retten dadurch, dass er anfängt, selbst zu denken, dass er sich seinen eigenen Plan legt, auf seine innere Stimme hört und das Ziel verfolgt, das diese ihm bezeichnet. Ein jeder hat seine göttliche Individualität in sich, ein jeder stellt den göttlichen Atom dar, der sich in seinem Herzen eingefleischt hat, ein jeder trägt sein eigenes Leben und die Ewigkeit in sich, hat also gar keinen Grund, sich auf andere zu stützen oder zu verlassen. Der ewigwirkende Gottgedanke ist vermittels des göttlichen Atoms in einem jeden von uns und macht unser wahres Wesen von Ewigkeit her aus.

Dieses unser wahres Wesen, unsere Individualität im Herzen, ist frei und unabhängig vom Organischen unserer Körperlichkeit, die unserem göttlichen Wesen nur anhängt, es umkleidet und nur dazu dient, dass wir mit Hilfe der Körperlichkeit tiefer in die Erkenntnis der Wahrheit eindringen. Darum musste die Materie und diese Körperlichkeit werden, auf dass wir vermittels ihrer immer klarer erkennen, dass der ewigwirkende Gottgedanke nicht nur in sich ewig ist, sondern dass in ihm auch alle die Mächte und Kräfte enthalten sind, um alles, was schon geschaffen ist, für höhere Zwecke weiter auszubauen oder zu entwickeln, so dass uns nie eine Schranke gesetzt werden kann.

Manche von uns haben das auch schon, wenigstens teilweise, begriffen. Aber wir müssen weiter schreiten und dürfen bei dem gegenwärtig Erreichten nicht stehen bleiben, müssen schließlich sogar lernen, den Kollektivismus oder das Sozialwesen zu erweitern. Aber zunächst muss sich jeder einzelne von uns individuell ganz auf sich selbst verlassen können, ehe wirklicher Kollektivismus möglich ist. Jeder muss allein, muss auf seinen eignen Füßen stehen, sich um seine eigene Sache kümmern und sich ihr widmen lernen, damit sich der Wille der Gottheit im Herzen durchsetzen und Wirklichkeit werden kann. „Dein Wille geschehe!“, aber nicht der Wille der unentwickelten Menschen um uns herum.

Selbst wenn sie hohe Stellungen bekleiden, sind sie doch hinsichtlich ihrer geistigen Anlagen und eines kultivierten Herzens sehr weit zurück in der Entwicklung. Sie mögen ihre aufgestapelten Ideen und Ansichten noch so breit zur Schau stellen, so sind sie im eigenen, originellen Denken doch unentwickelt und in ihre Ideen und Ansichten verwickelt. Daher muss sich jeder einzelne von uns selbst in die Hand nehmen und sich vorbereiten, auf dass uns der Zweck dieses Lebens oder die Spanne dieser Erdenzeit immer klarer werde.

Möge einem jeden die Erkenntnis der Macht und der Kraft werden, die die Kammern des menschlichen Herzens einschließen!


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"Mi még nem eléggé koncentráljuk a Gondolat - Intelligenciánkat a mi munkánkra, s ha mi ezen, vagy azon okból kifolyólag szenvedünk, akkor hiányzik a szükséges koncertráció, hogy a szuggesztív ideák befolyásait leküzdjük, amelyek minket állandóan elárasztanak. Ezeket leküzdeni és hasznossá tenni, ez a mi feladatunk."
Dr. O.Z.A. Hanish