Geistiges Üben. Vierte Harmonie-Übung

Die Harmonie-Kunde zielt nicht in erster Linie darauf, den Körper zu erneuern, sondern darauf, ihn zu stimmen oder in einen gewissen Schwingungszustand zu versetzen, und zwar mit Hilfe der Harmonie-Übungen, die alle geistige Übungen sind, also die Mitwirkung des Intelligenzwesens erfordern, wenn sie den in Aussicht gestellten Erfolg haben sollen.

Deshalb müssen wir, schon wenn wir die Vokale ähnlich wie die Tonleiter auf dem Piano üben, auf die richtige Mundstellung achten und uns die Bedeutung, den Sinn oder das innere Wesen jedes einzelnen Vokales gegenwärtig halten, damit der unterschiedliche geistige Inhalt jedes Vokales deutlich zum Ausdruck kommt. Wenn ein Künstler ein neues Stück einstudiert, dann überprüft er es erst auf den geistigen Inhalt, um sich diesen bewusst zu machen und zu vergegenwärtigen, bevor er versucht, das neue Stück auf seinem Instrument zu spielen.

Ebenso müssen wir uns zunächst über den geistigen Inhalt aller Vokale und auch über ihr Verhältnis zueinander klar und sicher sein, bevor wir das innere, geistige Wesen der Vokale sprechen oder wirksam werden lassen können. Denken wir bei den Übungen an den geistigen Inhalt der Vokale und lassen wir sie gleichzeitig ertönen, dann stellen wir die harmonische Verbindung zwischen dem Inneren und dem Äußeren unseres Wesens her, bis schließlich beide Seiten beständig im Einklang bleiben. Dann haben wir das Ziel der Harmonie-Kunde erreicht und unseren Körper dahin gebracht, dass er den geistigen Anforderungen der inneren, feineren Kräfte genügt und die verborgene Innenwelt sich durch die sichtbare Körperlichkeit oder die materielle Seite unseres Wesens ausdrücken kann.

Es handelt sich also nicht darum, diese inneren, feineren Kräfte zu entwickeln. Denn sie sind jederzeit einsatz- und wirkungsbereit, sobald wir den Körper so verfeinern und empfänglich machen, dass er auf diese feineren Kräfte sofort und jederzeit reagiert. Sind wir uns des Gesinnes, der Seele und des Geistes nicht bewusst, dann ist unser Körper nicht in solcher Verfassung, dass sie sich so offenbaren können, wie sie sollen und wollen. Der Fehler liegt dann daran, dass unser Körperinstrument nicht auf unser inneres Wesen „eingestimmt“ ist.

Wir wissen ja, dass ein Musikinstrument, obwohl es fabrikneu ist, erst wertvoll wird, wenn es von einem geübten Stimmer gestimmt worden ist und seine harmonische Klangprobe bestanden hat; davon hängt die Güteklasse und der Wert des Instrumentes ab. Genauso verhält es sich mit unserem Körperinstrument. Wir haben alles Notwendige in uns, um in harmonische Verbindung mit allem zu kommen, was das Weltall einschließt; aber solange unser Körper nicht gestimmt ist, können uns auch unsere inneren, feineren Kräfte mit diesem Körper die geheimen, unsichtbaren, abstrakten Reiche nicht erschließen.

Wir können die Geisteshöhen erst erklimmen und die Wirkungsweise der inneren Kräfte erst verstehen, wenn wir unsere Körperlichkeit so gestimmt haben, dass wir uns sofort und jederzeit mit irgendeinem Gegenstand, den wir ergründen möchten, in harmonische Verbindung setzen können. Dazu müssen wir die Verbindungslinien in Schwingung versetzen und wissen, wie wir dies zustande bringen können.

Es kommt vor, dass wir irgendeine Melodie oder irgendeinen Namen, die uns ganz geläufig sind, vergessen haben; wir wissen einfach im Augenblick die Melodie oder den Namen nicht. Das bedeutet, dass die Leitung nicht arbeitet, die die geistige Verbindung mit der Melodie oder der betreffenden Person herzustellen hat. Später, wenn wir an diese Melodie oder Person überhaupt nicht denken, tauchen beide plötzlich in uns auf. Das kommt daher, dass irgend etwas in unserer Umgebung gerade in diesem Augenblicke die Verbindungsleitung berührt und in Schwingung versetzt hat, so dass die Melodie und der Namen in unserem Gedächtnis auftauchen. Ebenso haben wir alle schon die Erfahrung gemacht, dass wir zuzeiten plötzlich Dinge vor uns körperlich sehen, die übernatürlicher Art zu sein scheinen, oder dass wir plötzlich Worte hören, die wir am allerwenigsten zu hören erwartet hätten. Auch das erklärt sich so, dass irgend etwas in unserer Umgebung, dessen wir uns gar nicht bewusst sind, in Bewegung oder Schwingung versetzt worden ist und die Verbindung mit dem Gedächtnis hergestellt hat.

Deshalb können wir eine Verbindung auch nicht nach unserem Belieben herstellen, solange wir nicht wissen, auf Grund welcher Gesetze die Verbindung hergestellt wurde, und solange wir die Umstände nicht kontrollieren können, die die Voraussetzung für den Erfolg waren. Aus solchen Erfahrungen lernen wir, dass das Gedächtnis für Dinge, Personen oder Ereignisse zwar beständig vorhanden ist, dass wir aber die Verbindungsleitungen nicht beliebig in Gang zu setzen vermögen, die notwendig sind, um irgendeine Einzelheit aus der Vergangenheit in die Gegenwart zu rufen.

Aber wir können die Voraussetzungen dafür wissenschaftlich und bewusst schaffen. Alles, was wir dafür tun müssen, ist, dass wir unser Muskelwesen so leicht beweglich machen, dass es auf die feineren, inneren, geistigen Kräfte sofort reagiert, oder umgekehrt, dass wir unser Körperinstrument so reinigen und verfeinern, dass die inneren, geistigen Kräfte vermittels der Körper- oder Muskelkräfte wirksam werden können.

Dann steht alles Wißbare der Vergangenheit zu unserer Verfügung. Denn es ist in uns und bedarf nur der Gelegenheit, sich vermittels unseres Körpers auszudrücken. Das ganze Weltall mit allem, was es innehält steht uns offen; wir brauchen nur die harmonische Verbindung mit ihm vermittels unseres gestimmten Körpers herzustellen. Aber ohne das Stimmen unseres Körpers verbleiben wir in der dichten Finsternis der Nacht, gleichviel, wieviel Mühe wir aufbieten und über wieviel Jahre sich unsere eifrigsten Studien erstrecken.

Bei unseren üblichen Studien gewinnen wir nur ein sehr bescheidenes Wissen, weil wir dabei den Dingen nicht auf den Grund gehen. Lernen wir dabei ein, zwei oder mehr Fremdsprachen neben unserer Muttersprache, dann öffnen sich durch den Gebrauch der Vokale der fremden Sprachen wenigstens einige Gehirnzellen, die uns instand setzen, manches zu begreifen, was wir sonst nicht zu begreifen vermöchten. Aber das Wenige, was wir auf diesem Wege gewinnen, erschließt uns noch nicht den vollen Zusammenhang und den Grund der Dinge.

Wenn wir aber einmal anfangen, die Gehirnzellen mit Hilfe der Harmonie-Übungen zu stimmen, schreiten wir viel rascher vorwärts, schließen immer mehr Wissenslücken und fühlen immer deutlicher, dass uns die inneren, geistigen Kräfte beständig neue Anregungen geben. Unsere Sinne werden laufend geweckter, so dass sich der Kreis unserer Wahrnehmungen erweitert und wir mehr und mehr in den Geist und das Wesen der Dinge eindringen, die wir zu ergründen wünschen.

Allmählich lichten sich die Schleier, die uns den Einblick in die abstrakten Reiche verwehrten und die Wirkungsweise des Gesinnes, des Seelenzustandes, des Geisteszustandes, des Gotteslichtes oder Gottesfunkens und des ewig wirkenden Gottgedankens fängt an, uns bewusst zu werden, bis wir uns unserer Individualität oder göttlichen Wesenheit gegenübersehen, die seit Ewigkeit besteht und alle Zeitalter der offenbarten Welt miterlebt hat, und begreifen alles, was ist, was war und was je sein wird.

Kommen wir mit unserer eigenen Individualität in volle Verbindung, dann sind wir imstande, mit allen anderen Wesen und Dingen so vollständig in Verbindung zu kommen, dass wir sie bis in ihr Innerstes verstehen. Erkennen wir einmal alle unsere Körperteile, ihre Wirkungsweise und ihren Zweck, dann können wir entsprechende Vergleiche mit anderen Dingen und Wesen ziehen und sie kennenlernen wie uns selbst.

Da wir in materiell-körperlicher Hinsicht Kinder der Erde sind, entspricht unser Körperbau dem unserer Mutter Erde. Wir haben ein festes Knochengerüst und sie auch. Wir haben besondere Höhlen für alle lebenswichtigen Organe und sie auch. Wir vollziehen Atembewegungen und sie auch. Wir sind zwar ein feineres Erzeugnis als die Erde; aber in allem Prinzipiellen besteht Ähnlichkeit und durch diese Ähnlichkeit vereinfacht sich unser Studium wesentlich.

Wir brauchen nicht jedes Wesen im einzelnen zu studieren. Wir brauchen nur die Wirkungsweise eines Wesens oder seines Lebensprinzipes unter seinen anderen, besonderen Verhältnissen zu begreifen, dann werden uns alle Einzelheiten von selbst klar. Wissen wir einmal, dass dasselbe Gesetz überall wirkt und dass die gleichen Ursachen die gleichen Wirkungen auslösen, dann können wir eine Vielzahl von Dingen, die nach der gleichen Regel wirken und dem Prinzip entsprechen, zusammenfassen und verstehen.

Wenn wir nur den Grundton üben und dabei seinen Umfang und seine Wirkung beobachten, so ist das gleichzeitig eine Übung unseres Denkvermögens oder Intelligenzwesens, die inneren und die äußeren Schwingungen zu harmonischem Zusammenwirken zu bringen und uns bewusst zu machen, wie das Denken auf die Materie und, umgekehrt, die Materie auf das Denken wirkt.

Beobachten wir auch die Mundstellungen, die notwendig sind, um die einzelnen Vokale zu bilden, so begreifen wir das Gesetzmäßige der Vokalbildung, wie die Bildung der Vokale vor sich geht und wie Veränderungen zustande kommen. Das lässt uns dann allmählich die Natur der Wesen und Dinge an der Klangfarbe der Töne, die sie von sich geben, erkennen. Wir können z.B. sofort sagen, wenn wir das Meer rauschen hören, dass das Rauschen eines Stromes einen anderen Ton hat, dass das Rauschen eines Sees wieder anders klingt und dass die Wasserfälle wieder einen anderen Ton von sich geben.

Haben wir erkannt, wie die höheren und tieferen Töne zustande kommen, dann können wir am Tone des Geschöpfes sogleich seine höhere oder tiefere Entwicklungsstufe oder seine Art erkennen. Von manchen Weisen sagt man ja, sie hätten das Gras wachsen hören. Dass das möglich ist, kann keinem Zweifel unterliegen, weil jedes Ding im Weltall seinen eigenen, besonderen Ton, seinen Grundton hat. Ob unser Ohr einen jeden solchen Ton wahrnehmen kann, ist eine andere Frage, die aber mit einem noch zu erfindenden Hilfsapparat jedenfalls positiv gelöst werden könnte, ebenso wie uns das Radio Tonwellen hörbar macht, die sonst von unserem Ohr nicht wahrgenommen werden. Jedenfalls können wir auch ohne Hilfsapparat durch Übung nach und nach so feinhörig werden, dass wir am Tone des Geschöpfes seinen Ursprung, seinen Charakter und seinen Zweck erkennen können, sobald wir uns in harmonischen Einklang mit ihm bringen.

Kommen wir z.B. in die Nähe eines Tantalusbaumes und vernehmen wir seine seltsamen, langsam schleichenden Töne, dann wissen wir sofort, dass der Tantalusbaum einen anderen Entwicklungsgang gehabt hat als die sonstigen Pflanzen. Seine seltsamen Töne versetzen uns zurück in die halb feuchten, halb trockenen Gegenden, in denen das Farnkraut den schlammigen Grund bedeckte, aus dem sich der werdende Tantalusbaum dem trockenen Lande entgegenstreckte. Er kroch immer weiter landwärts, bis er schließlich ein Baum wurde, der sich aber seine frühere Lebensgewohnheit bewahrte, nämlich seine Zweige oder Arme um seine Beute zu schlingen und sein Leben durch Beutefang wie ein Raubtier zu fristen, so dass er nicht in eine Klasse des Pflanzenreiches eingereiht werden kann, sondern eine Klasse für sich allein bildet.

So sollten wir allen Wesen und Dingen gegenüber imstande sein, sofort zu entscheiden, was an ihnen echt, wahr, unverfälscht und was das Gegenteil ist, und zwar auch gegenüber den menschlichen Wesen, denen wir begegnen. Wir sollten schon an den Lauten, die sie von sich geben, erkennen, welchen Charakters sie sind, sollten es also nicht nötig haben, uns von solchen täuschen zu lassen, die gewerbsmäßig auf Betrug ausgehen. Wir sollten auf den ersten Blick entscheiden können, ob etwas, das den Anschein von Seide hat, wirklich natürliche Seide oder nur eine künstliche Nachahmung ist. Jemand mag die schönsten Worte über den Charakter eines anderen sagen: aber wir sollten sofort erkennen, dass er das nur tut, um sich selbst in ein gutes Licht zu setzen.

Je feinfühliger wir durch die Harmonie-Übungen werden und je mehr wir lernen, das Echte vom Unechten, das Wahre vom Falschen, die Moral von der Unmoral zu unterscheiden, und je mehr wir sehen, dass das Unechte, Falsche und Unmoralische das Übergewicht hat, um so mehr sind wir in Gefahr, einem Gefühl der Entmutigung, der Schwermut oder der Niedergeschlagenheit nachzugeben. Wir sollten aber stets alles daran setzen, uns selbst zu bemeistern und für die rechte positive, harmonische Stimmung zu sorgen, indem wir sofort zu pfeifen oder zu summen beginnen und damit nicht eher aufhören, bis die Niedergeschlagenheit gewichen und der Sieg des Geistes über die Materie errungen ist.

Rüttle den Körper mit dem Gedanken auf, damit er in die richtige Schwingung und Stimmung kommt. Selbst wenn wir uns schwach fühlen, ist es keine Anstrengung, zu pfeifen oder zu summen, bis sich die geistige Verfassung wieder positiv polarisiert hat. Sobald der Körper so gestimmt ist, dass alle seine Teile harmonisch zueinander eingestellt sind, dann kann die abstrakte Seite unseres Wesens mit Hilfe des Gesinnes, der Seele, des Geistes, des Gotteslichtes oder Gottesfunkens und der Individualität im Herzen wirksam werden und uns die Glückseligkeit vermitteln und sie aufrecht erhalten.

Gleichviel, welche Harmonie-Übungen wir vornehmen, so bleibt stets die Hauptsache, dass wir achtgeben, auf welche Teile des Gehirnes und des Rückgrates die Vokale und die Töne wirken. Wenn wir morgens üben und keine Wirkung beobachten, dann stellen wir die Übungen für diesen Tag oder wenigstens für mehrere Stunden ein. Denn wir dürfen die Natur nicht zwingen wollen und müssen immer bedenken, dass alle Entwicklung Zeit erfordert. Unser Ziel und Wunsch ist zwar, alles zu erkennen; aber wir dürfen nichts überstürzen, sondern müssen bedachtsam dabei zu Werke gehen.

Wir brauchen nicht alltäglich zu üben, besonders dann nicht, wenn wir merken, dass wir dabei negativ werden; denn das würde uns unausgeglichen machen, also uns schaden, anstatt uns fördern. In solchen Fällen empfiehlt es sich, unsere Übungen vor einem Spiegel vorzunehmen und die Wirkung auf die Gesichtszüge im Spiegel zu beobachten; es wirkt konzentrierend und macht positiv. Manche denken ja im Übereifer oder in ihrer Begeisterung über die Anfangserfolge, sie sollten die Harmonie-Übungen sogar im Bett machen. Aber das ist nicht angebracht, da es berauschend wirkt und zerfahren macht.

Wir können zwar nicht alles auf einmal erreichen, müssen aber unser Ziel und den Zweck der Harmonie-Übungen fest im Auge behalten, damit wir uns dem Ziele Schritt für Schritt nähern. Dann kommen wir auch ganz von selbst davon ab, nur mechanisch zu üben. Das bewusste Üben erhöht den Schwingungsgrad des gesamten Gehirnes und damit dessen Wirkung auf das Gesinn in der Zirbel, das die Verbindung mit dem Seelenzustand aufnimmt und die höheren Schwingungen des Seelenzustandes den dafür empfindlichen Gehirnzellen zuleitet, so dass diese im Einklang mit dem Seelenzustand schwingen und dem Denkenswesen hinter der Stirnmitte ganz neue Gedankengänge ermöglichen.

Bald, nachdem dies erzielt ist, wird sich der Seelenzustand im ganzen Körper auswirken, so dass wir von den seelischen Kräften jederzeit nach Belieben Gebrauch machen können. Ist dieser Zustand erreicht, dann bekommen die Geisteskräfte Bewegungs- und Wirkungsfreiheit innerhalb unseres ganzen Wesens, so dass Gesinn, Seele und Geist in vollem Einklang miteinander wirken können und wir uns der inneren, verborgenen, geistigen Kräfte bewusst werden.

Aber auch das ist noch nicht alles. Denn es gibt kein Ende in der Entwicklung und deren Möglichkeiten. Sobald Gesinn, Seele und Geist Gelegenheit bekommen haben, in Einklang miteinander zu wirken und der ganze Körper sich dementsprechend angepaßt hat, kommen die Gedankenkräfte unter unsere Kontrolle, und der Geisteszustand kann seine schöpferischen Mächte und Kräfte wirken lassen. Dann fangen wir an, allmählich zu erkennen, was wir sind, wer wir sind, woher wir kommen, wohin wir gehen werden und welche Aufgabe wir hier auf Erden im Sinne des ewigen Entwicklungsplanes zu erfüllen haben.

Aber auch dabei bleiben wir nicht stehen. Sind wir mit Gesinn, Seele und Geist empfänglich, dann haben wir den Weg für die göttlichen Kräfte geebnet, dass sie unmittelbar auf unsere Organe und die entsprechenden feineren Kräfte wirken können. So geht die Entwicklung immer weiter von den unteren zu den höheren Stufen, bis wir die vollkommene Verbindung mit dem wirklichen Wesen aller Dinge erreicht haben und wir das Universelle ebenso begreifen wie das einfachste Ding in der irdischen oder materiellen Sphäre.

Wir beginnen mit der Tonschwingung im materiellen Körper und bringen das innere Denkvermögen mit dem äußeren Energie- oder Zellenwesen in Einklang, bis wir beides unter unserer Kontrolle haben, und von diesem Standpunkt oder Zustand aus wirken wir weiter.

Das verbildlichen wir uns immer wieder mit dem Piano. Der Künstler muss das Instrument und die Melodie oder die Noten mit allen ihren Taktstrichen und Zeichen kennen, wenn er auf dem Instrument spielen und irgendeine Komposition vortragen will. Die Musik, die Melodie, die Noten, deren Bedeutung und Anordnung und das Instrument sind die äußerlichen Verständigungsmittel zwischen dem Künstler und dem Komponisten. Künstler und Komponist müssen sich gegenseitig verstehen, sonst können ihre Gefühle, ihre Stimmung und der Charakter der Komposition durch die äußeren Hilfsmittel, das Instrument und die Noten, nicht zum Ausdruck kommen, selbst wenn es sich um die wundervollsten Kompositionen oder Tonwerke handelte, die je geschrieben worden sind. Aber gleichzeitig behalten sowohl der Komponist als auch der Pianist ihre eigenen, originellen Gefühle und Stimmungen; aber der wahre Künstler vermag sich in den Geist des Komponisten zu versetzen, dessen Komposition er vortragen will. Dann lebt der Komponist in dem, der seine Musik auslegt und spielt, wie sie vermittels der Noten als den vereinbarten Ausdrucksmitteln niedergelegt worden ist.

Vermittels des Instrumentes wird also alle Musik, die es gibt und die je erzeugt werden kann, zum Ausdruck gebracht und die Ausdrucksweise ist vom Künstler und dessen Entwicklung abhängig. Je kunstgerechter seine Ausdrucksweise ist, um so größer ist er als Künstler und um so weiter ist sein Spielraum. Wenn er jede Komposition, die ihm gegeben wird, spielen kann und wenn er dabei die volle Kontrolle über sein Musikinstrument und sein Körperinstrument hat, dann ist er ein Meister seiner Kunst. Wenn er jedes Gefühl mit allen Abwandlungsmöglichkeiten auf seinem Musikinstrument auszudrücken vermag, dann kann er dem Weltall vermittels seines Musiktalentes Ausdruck verleihen, wobei ihm wiederum sein Musikinstrument als Mittel zum Zwecke dient.

Aber das großartigste aller Instrumente, das je geschaffen worden ist, ist der menschliche Körper. Er ist wunderbar und vielseitig eingerichtet und doch so einfach gebaut, dass jeder einzelne ihn meistern kann und sich dazu aufraffen sollte. Der menschliche Körper ist unser Instrument, wir sind die Künstler und die ganze Natur und alle Dinge und Gegenstände um uns herum sind die Noten oder die Melodie, die nach bestimmten, festgelegten Regeln gespielt wird, vergleichbar den Noten und Melodien der Musik.

Unsern Musikunterricht beginnen wir nicht mit schwierigen Stücken, sondern mit den einzelnen Noten oder Tönen und deren Wert. Dann verbinden wir mehrere Noten oder Töne und gehen immer einen Schritt weiter vorwärts, bis wir schwierigere Stücke spielen können. So ist es auch gegenüber unserem Körperinstrument und es gibt keinen Ton, der nicht auf unserem Körperinstrument hervorgebracht werden könnte. Sobald wir irgendeinem Dinge in der Natur oder einem Geschöpf in unserer Umgebung seine Melodie ablauschen und sie für unser Körperinstrument transponieren, vertraut uns jedes Ding und jedes Geschöpf das Geheimnis seines Wesens an.

Früher waren wir der Meinung, wir könnten oder müßten den Dingen von außen beikommen, um ihr inneres Wesen zu ergründen, verloren uns aber dabei nur in äußerliche Einzelheiten, ohne Aufschluß über ihr inneres Wesen und ihre Wirkungsweise zu erhalten. Das stellen wir nun als nutzlose Bemühungen ein, weil wir damit höchstens unser Gedächtniswissen bereichern, aber unsere geistigen Fähigkeiten schwächen, anstatt sie zu beleben, damit sie uns die Quelle der inneren Erkenntnis erschließen. Wir sind nun schon so klug geworden zu begreifen, dass der äußere Schein der Dinge trügt.

Wir gehen weiter und weiter, erzeugen immer neue Tonabwandlungen, lassen sie bewusst durch unsern Körper schwingen und geben auf jede neue Tonschattierung und Tonwirkung acht, spielen jede Melodie, die uns die Mutter Natur an die Hand gibt oder uns in Gestalt eines Gegenstandes oder Geschöpfes entgegenbringt, dessen Grundton seinen ergänzenden Gegenpol unter den Tönen findet, die wir auf unserem Körperinstrument hervorzubringen vermögen.

Je mehr wir uns in dieser Richtung üben, um so weniger brauchen wir die Dinge in unserer Umgebung zu studieren und um so weiter öffnet sich vor uns das Reich der universellen Harmonie und lässt uns neue Melodien finden, die sich für unser Körperinstrument eignen, so dass wir schließlich die Verbindung mit der unendlichen Räumlichkeit finden, deren Quellen für neue Kenntnisse und Fähigkeiten unerschöpflich sind.

Sobald wir das Wesen eines Dinges oder Geschöpfes vermittels seines inneren Schwingungszustandes begreifen, weil wir die inneren Reiche unseres eigenen Wesens nach Belieben zu öffnen vermögen, dann werden wir nie das Opfer eines äußeren, täuschenden Eindruckes werden, und wenn wir uns bewusst in dieser Richtung weiter üben, dann erschließen sich uns auf dem Wege der Entsprechung allmählich das innere Wesen aller Dinge und alle Ebenen des Lebens so rasch, wie nicht einmal die uns etwa gegenüberstehende Person die Verhältnisse zu überblicken oder zu erkennen vermag, obwohl sie diese doch nur vermittels ihres Gedächtnisses zu rekapitulieren braucht.

Wenn wir so „eingestimmt“ und „abgestimmt“ sind, mag dann eine andere Person zu uns treten, die die ganze Welt bereist hat und imstande ist, über ihre Beobachtungen und Erfahrungen, die sie gesammelt hat, in allen Einzelheiten zu berichten, und wir können ihr förmlich die Worte aus dem Munde nehmen und ihr ihre Reiseerlebnisse nicht nur erzählen, sondern sie sogar ergänzen, weil wir mit dem äußeren und dem inneren Wesen des Weltreisenden gleichzeitig im Einklang sind und uns deshalb größere Erkenntnis zuteil wird als diesem selbst, da er nur auf sein Gedächtnis angewiesen ist. Er ist dann ganz erstaunt, wundert sich, geht herum und erzählt, was für ein „Wunder“ er erlebt habe, während nichts derartiges vorliegt, sondern es sich nur um die Auswirkung des Gesetzes der Entsprechung handelte, das verstanden und geübt worden war.

Sind wir einmal so „eingestimmt“ und „abgestimmt“, dann können wir uns selbst alles sagen, was wir nur zu wissen wünschen, und quälen uns nicht mehr ab mit etwas, was wir nicht zu wissen wünschen. Wir können jederzeit irgendeinem Gegenstand unsere Aufmerksamkeit schenken und uns alles, was zu diesem Gegenstand gehört, vergegenwärtigen, gleichviel, wo sich der Gegenstand befindet und ohne eine diesbezügliche Frage zu stellen. Haben wir einmal die Kontrolle über unsere Gedankenkräfte, dann können wir ihnen beliebig weit folgen und es wird uns dabei nie ein Mißverständnis unterlaufen.

Alles das ist uns möglich, weil der Mensch die Zusammenfassung des Wesens aller Dinge ist. Wäre es nicht so, so könnte er auf diesem innerlichen Wege überhaupt zu keiner Erkenntnis kommen und wäre ausschließlich auf die äußerlich erlangten Kenntnisse angewiesen, die bei ihm immer wieder in Vergessenheit geraten, je nach dem Zustand des Gedächtnisses. Dagegen verbleibt ihm die Erkenntnis, die ihm vermittels der inneren geistigen Kräfte seines Wesens geworden ist, für immer und wenn er fortfährt, sich zu üben und zu „stimmen“, erweitert er sogar sein Erkenntnisbereich beständig.

Wenn er sich dann über ein Ding Klarheit verschaffen will, braucht er sozusagen nur auf den Knopf zu drücken, um die innere Verbindung herzustellen. Dann kann er die Leitung wieder abschalten und irgendeine andere Verbindung herstellen. Auf diese Weise braucht er nicht eine Menge von Tatsachen in Gedanken mit sich herumzuschleppen, die die Lebensbilanz mit Negativposten belasten, die erst der Tod auslöscht.

Unser innerster Wunsch geht doch dahin, dass wir so leicht, so freudig, so munter, so unbeschwert und sorglos, wie nur möglich, durch das Leben gehen und alles Notwendige jederzeit und überall finden, ohne dass wir dafür besonders schwierige Vorbereitungen zu treffen hätten, und wenn wir über irgendein Thema sprechen sollen, soll alles, was wir zu tun haben, sein, dass wir die Verbindung mit dem Grundgedanken des Themas vermittels des Gesinnes, der Seele, des Geistes, des Gottesfunkens und der göttlichen Individualität im Herzen herstellen. Dann ist das Tor offen, durch das uns alles das zuströmt, was notwendig ist, um dem gestellten Thema gerecht zu werden und es klarzulegen.

Nun fangen wir auch an zu begreifen, warum der Buchstabe oder das äußerliche Buchstabenwissen tötet und der Geist als die ewig sprudelnde Quelle der Erkenntnis lebendig macht und warum jede erweckte Seele nach dem Mittel sucht, das den Körper belebt oder das Leben in diesem Körper verlängert, den sie lange genug dem Tode oder dem Dahinsterben verschrieben hatte.

Wir sind inzwischen mit diesem Mittel bekanntgeworden und fahren einfach fort, alle möglichen Vokal- und Tonverbindungen bewusst zu üben und sorgfältig auf die Wirkungen zu achten. Jede neue Verbindung soll eine andere Wirkung erzielen oder eine andere Zelle in Schwingung versetzen und beleben.

Vierte Harmonie-Übung

1. Wir stehen aufrecht wie bei der zweiten rhythmischen Atemübung und falten die Hände über der Nabelgegend so, dass die Zeigefinger entgegen den übrigen Fingern ausgestreckt vollständig aneinanderliegen und der linke Daumen über dem rechten ruht.

2. In dieser Stellung nehmen wir, wie gewohnt, mehrere Seufzer-Atemzüge ein und aus, atmen ein und singen die Vokalverbindung E - O - U - A mit offenem Munde im Grundton aus, im ganzen dreimal, je auf eine Ausatmung.

3. Dann singen wir dasselbe nach der Melodie „Yehoua, wir loben dich“ ebenfalls mit offenem Munde, im ganzen dreimal, je auf eine Ausatmung, dann je einmal auf eine Ausatmung mit leicht geschlossenen Schneidezähnen, Backenzähnen und Eck- oder Stoßzähnen, wobei die unteren Schneidezähne vor den oberen stehen; dann summen wir die Melodie einmal mit leicht geöffneten Lippen und schließlich folgen wir der Melodie einmal nur in Gedanken, als wollten wir ihr Echo innerlich hören.

4. Dann üben wir in kniender Stellung dasselbe wie in der aufrecht stehenden Stellung, und zwar, auf beiden Knien kniend, je dreimal zunächst aufrecht und dann mit vorwärts gebeugtem Oberkörper, wobei einmal das Kinn, einmal die Nasenspitze und einmal die Stirn den Boden berühren. Die Übungen mit den verschiedenen Zahnstellungen, summend und der Melodie in Gedanken folgend, reihen sich an.

5. Die Augen können wir bei den Übungen abwechselnd auf die Stirnmitte zwischen den Augenbrauen, auf die Nasenspitze und abwärts richten, als wollten wir in das Herz schauen.

Wir können uns für diese Übungen auch andere Vokalverbindungen wählen und finden dabei, dass die Verbindungsmöglichkeiten endlos sind. Denn wir können schon das A der Reihe nach mit allen folgenden Vokalen verbinden, können aber auch die Reihenfolge und die Anzahl der verbundenen Vokale ändern.

Verbinde z.B. das A mit dem Ä, das Ä mit dem I , das U mit dem O. Das A wird mit weit geöffnetem Munde und leicht gehobenen Mundwinkeln geformt und kein anderer Vokal kann mit dieser Mundstellung hervorgebracht werden. Achte darauf, dass das O nur eine Abwandlung des A ist und dass du, wenn du die Vokalverbindung „Yehoua“ singst, vermittelnde Vokale hervorbringst, die die Hauptvokale O und A überbrücken oder den Übergang von einem zum anderen Hauptvokal vermitteln oder die Hauptvokale ergänzen oder abrunden.

Wenn du z.B. vom A zum E und dann vom E zum O übergehst, musst du als vermittelnden Laut ein U formen, selbst wenn dieses U dem Ohr nicht vernehmbar ist; aber das U muss geformt werden, bevor der Mund vom A zu dem voll ausgerundeten O umgestellt werden kann.

Das Entsprechende gilt auch, wenn du mit dem O den Ton auf dem Piano anschlägst. Lauschst du genau, dann hörst du, dass sich der Ton immer mehr erhebt, bis du ihn schließlich nicht mehr hören kannst und bei diesem Erheben berührt der Ton alle über ihm liegenden Töne; sonst könnte er sich nicht erheben und würde nicht über unser Hörbereich hinausgehen. Aber er erhebt sich nicht nur, sondern fällt auch gleichzeitig.

Dieses Heben und Fallen bezeichnet man als den Ober- und Unterton. Der Ton schwingt einerseits immer weiter nach oben und gleichzeitig nach unten, bis er zurückkommt, wobei der Ober- und der Unterton sich treffen oder vereinigen und während der ganzen Zeit denkst du nur an den Vokal O, der zwar alle seine Abwandlungen durchmacht, aber für dich nur der eine Vokal O ist, der sich behauptet.

Alle diese Abwandlungen bedeuten unterschiedliche Schwingungen und verschiedene Schwingungen berühren verschiedene Gehirnzellen und Zellintelligenzen. Jede Übungsweise und jede Vokalverbindung wirkt auf die entsprechende Gehirngruppe und die Übungsweisen sind unendlich abwandlungsfähig. Singe nicht nur mit verschiedenen Mundstellungen und Vokalverbindungen, sondern betone auch bei den verschiedenen Vokalverbindungen einmal den ersten, einmal den letzten, einmal den Vokal in der Mitte, singe die Melodie auf die Oktaven, überspringe einzelne Noten, singe die Vokale auf Triolen oder dreitönig oder auf verschiedene Melodien und achte immer auf die unterschiedlichen Wirkungen.

Gewöhne den Körper an den Wechsel; aber gehe dabei langsam vor und wähle keine so schwierigen Vokalverbindungen, dass du ihren Schwingungen nicht folgen kannst. Aber schließe jede Übungsreihe mit einem gesummten M ab und folge dem verklingenden Tone. Bei jeder Einatmung ziehe die Muskeln des Unterleibes nach dem Zwerchfell zu hoch; dabei wird auch das Zwerchfell gehoben und das Sonnengeflecht in Schwingung versetzt. Beim Ausatmen ziehe die Muskeln des Unterleibes einwärts, so dass der Unterleib einen nach außen offenen Halbkreis bildet.

Gewiß erfordert das Konzentration und bedeutet, mindestens anfänglich, eine gewisse Anstrengung. Aber wenn uns etwas zu leicht gemacht wird, besteht immer die Gefahr, dass wir ein Opfer unserer Bequemlichkeit werden. Unsere Vorfahren machten deshalb ihre Vokal-, Ton- oder Gesangsübungen am Meeresufer, in der Nähe von Wasserfällen oder unter ähnlichen Verhältnissen, die eine gewisse Anstrengung erforderten, so dass man konzentriert und bestimmt zu Werke gehen musste.

Wenn wir uns unglücklich fühlen und uns diesem Gefühl überlassen, beweist das aber doch nur einen gewissen Grad von Unvollkommenheit, weil wir außerhalb nach etwas suchen, was wir dringend zur Ergänzung oder zum Ausgleich nötig haben, während wir innerwärts nach Weisheit und Erkenntnis suchen sollten, da uns dann ein Licht aufgehen oder eine Erleuchtung kommen wird.

Wir müssen so konzentriert sein, dass wir beständig im Mittelpunkt unseres inneren Wesens verbleiben, weil wir von dort aus alle Einzelheiten übersehen und lenken können, je nach unserem Fortschritt in der Ton- und Vokalabwandlung, wodurch unsere Gehirnintelligenzen für die Schwingungen des Gesinnes, des Seelen- und des Geisteszustandes empfänglich werden, die uns das innere Wesen alles Gegenständlichen erkennen lassen.

Das Rieseln des Wassers, das Seufzen des Windes trägt eine Melodie mit sich, durch die sich das Wasser und der Wind verständlich machen. Lausche auf das Brüllen einer Kuh, das in „Muuh“ besteht und in O ausklingt; das ist ihre Sprache. Die Vögel zwitschern ihre Sprache, die wir verstehen können, sobald wir die entsprechenden Konsonanten erkennen und einfügen. Die Blumen sprechen ihre Sprache, die Stolz und Gefallsucht zum Ausdruck bringen, so dass sich nicht verwandte Pflanzen bekämpfen.

Der Tantalusbaum macht zitternde Bewegungen, die Töne erzeugen, wie kriechende Tiere sie hören lassen, und schleicht sich an seine Opfer heran. Er stammt aus der tiefsten Tiefe sumpfiger Gewässer, kriecht auf die feste Erde und streckt seine Zweige nach den Opfern aus, von denen er sich ernährt. Deshalb besteht keine Verwandtschaft zwischen ihm und Pflanzen, die eine natürliche Entwicklung durchgemacht haben.

Aber das Prinzip des Lebens ist Offenbarung; deshalb muss es sich offenbaren, sogar in der Gegenschöpfung, und wir finden im Leben beides nebeneinander, die Schöpfung und die Gegenschöpfung. Stellen wir uns aber als die Mitarbeiter des Schöpfers auf die Seite der Schöpfung, dann werden wir nie im Zweifel sein, wo die Schöpfung aufhört und die Gegenschöpfung beginnt, so dass wir stets den richtigen Standpunkt einnehmen und behaupten können, weil wir uns von da aus in das Wesen der Dinge hineinfühlen und ihren Charakter erkennen.

Deshalb trotzen auch die Keilschriften den Entzifferungsversuchen der modernen Wissenschaft, weil ihr Wissen nur ein Oberflächenwissen ist, die Keilschrift aber nur Konsonanten und keine Vokale enthält und nur dadurch entziffert werden kann, dass die richtigen Vokale zwischen die Konsonanten gesetzt werden. Dazu befähigen uns aber nur die vom Gesinn und vom Seelen- und Geisteszustand inspirierten Gehirnintelligenzen, wessen sich die moderne Wissenschaft noch nicht bewusst ist.

Bedachtsame Beobachtung führt zur Erkenntnis und dabei kommen wir immer wieder auf unseren Ausgangspunkt zurück, dass wir uns selbst zu stimmen und dazu zu üben haben. Die Verbindung mit der unendlichen Intelligenz in unserem Innersten stellt die leise, sanfte, innere Stimme oder Gottes Stimme her, sobald wir unseren Körper unter Kontrolle und so gestimmt haben, dass jede Zelle im Rhythmus der unendlichen Intelligenz schwingt.

Die Schwingungen der Körperzellen erreichen das Gehirn, so dass sich die Gehirnintelligenzen mit dem Gesinn in der Zirbel verbinden und uns in den Zustand der Freudigkeit und Glückseligkeit versetzen. Dadurch erreichen die Schwingungen des Gesinnes ihre höchste Höhe und tiefste Tiefe und damit den Seelen- und den Geisteszustand. Der Geisteszustand steht in den Ausstrahlungen des Gotteslichtes oder Gottesfunkens, die unser Wesen durchdringen und erleuchten, wobei sie sich selbst verzehren und unseren Sinnen entschwinden oder in die Unendlichkeit eingehen.


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"Mi még nem eléggé koncentráljuk a Gondolat - Intelligenciánkat a mi munkánkra, s ha mi ezen, vagy azon okból kifolyólag szenvedünk, akkor hiányzik a szükséges koncertráció, hogy a szuggesztív ideák befolyásait leküzdjük, amelyek minket állandóan elárasztanak. Ezeket leküzdeni és hasznossá tenni, ez a mi feladatunk."
Dr. O.Z.A. Hanish