Wiedergeburt: Wenn Körper und Geist „neu“ geboren werden

Während die meisten Menschen unter dem Begriff „Wiedergeburt“ die Reinkarnation, also die Wiedereinfleischung der Seele in einen neuen Körper verstehen, geht die Mazdaznan-Lebenswissenschaft in dem Buch „Wiedergeburtskunde“ auf die ursprüngliche Bedeutung, also die Gesundung, die Regeneration und Verjüngung des Körpers ein. Wiedergeboren werden heißt also, sich in diesem Körper zu erneuern, gesund und heil zu werden oder sogar sich zu verjüngen!

Für manche vielleicht überraschend, dass diese Vorgänge unmittelbar etwas mit unseren Sexualorganen, den Geschlechtsdrüsen, zu tun haben und durch Missbrauch oder Pflege negativ wie positiv beeinflusst werden können. Unser Darm, die Partnerschaft und das Sexualleben haben naturgemäß großen Einfluss auf diese Organe und werden daher in eigenen Kapiteln behandelt.

Kernstück und Intention der Wiedergeburtskunde ist aber, die Wichtigkeit der Geschlechtsdrüsen für unsere körperliche und geistige Gesundheit zu erkennen, die Funktionen dieser Organe besser zu verstehen und die seit langer Zeit bewährten praktischen Anwendungen zur Pflege kennenzulernen und, unserer individuellen Situation gemäß, praktisch umzusetzen.

In der Mazdaznan-Wiedergeburtskunde bringt Dr. O. Z. Hanish in seinem unnachahmlichen Stil scheinbar unvereinbare Themen zusammen: individuelle und kollektive Entwicklung, körperliche und geistige Gesundheit, Sexualität und Darmgesundheit, Gehirnentwicklung, Charakterbildung und Partnerschaft, Fasten und Darmparasiten, Reinheit und Lichtsamen, Zeugung und Kinderwunsch, Selbst- und Kindererziehung etc.

Im Jahr 1914 wurde David Ammann, der Mazdaznan-Botschafter in Deutschland, für die Veröffentlichung der ersten „Wiedergeburtskunde“ in deutscher Sprache aus dem deutschen Kaiserreich ausgewiesen, da die „intimen Studien“ die Beschreibung der Funktion und Bedeutung der Sexualorgane und Sexualität wohl einige Tabus der damaligen Zeit durchbrachen. Die heute neu aufgelegte Wiedergeburtskunde mag dem einen oder der anderen vielleicht etwas altmodisch daherkommen. Wer sich aber darauf einlässt und das Buch nicht nur liest, sondern auch anwendet, der wird so manche „Offenbarung“ darin finden. Und, ganz nebenbei, gesünder, freudiger, fitter und vielleicht sogar ein bisschen „neu-geboren“ werden.

Originalauszug:

Mit Theorien, Ideologien und Weltanschauungen ist uns heute nicht mehr gedient. Denn wir haben erkannt, dass sie dem Menschen nur geistige Unselbstständigkeit eintragen, ihm im täglichen Leben nicht von Nutzen sind, sondern infolge ihrer Einseitigkeit nur körperliche Schwächen oder Störungen verursachen, die dem Menschen den Lebensmut nehmen und ihn sogar oft der Verzweiflung nahe bringen.

Deshalb ist auch der erste Meilenstein auf dem Weg zur Wiedergeburt die körperliche Gesundheit, damit wir unsere Alltagspflichten in der Gegenwart erfüllen können. Die Gesundheit baut sich auf der Reinheit des Körpers und des Denkens auf. Körperpflege zur Reinigung und Reinhaltung des Körpers ist uns also zwar selbstverständlich, wird uns aber nicht zum Selbstzweck, mit dem wir unsere Zeit vertändeln. Reinheit ist das Ziel unserer Körperpflege, aber nicht nur die Reinheit des Körpers, sondern auch die Reinheit des Denkens.

Wer noch nicht bewusst atmet, sich noch unrein ernährt und deshalb seinen Gedankenlauf noch nicht kontrollieren kann, mag durch die Befolgung dieser oder jener Anweisung der Wiedergeburtskunde einen vorübergehenden Erfolg erzielen, kann aber den Zustand der Wiedergeburt nicht erreichen, weil hierzu notwendig ist, dass wir die alte Lebensweise hinter uns lassen und ein neues, bewusstes, glückliches Leben in der Gegenwart beginnen, wodurch sich uns eine bessere Zukunft von selbst vorbereitet.

Weil die Wiedergeburtskunde bezweckt, den Körper zu verbessern und zu veredeln, so ist es selbstverständlich, dass ihre Ratschläge auch das Krankhafte im Körper ausmerzen helfen. Doch liegt die Behandlung und Heilung von Krankheiten nicht im Rahmen dieses Werkes, das einfach den Durchschnittsmenschen darüber aufklären will, wie er sich selbst verbessern und veredeln kann. Für jeden, der die Mazdaznan-Atemkunde und die Mazdaznan-Ernährungskunde befolgt, ist es selbstverständlich, dass er sich gesund machen und gesund halten muss. Denn wenn unser Körper auch nur teilweise erkrankt, leidet auch der entsprechende Teil unseres Gehirnes. Wir denken und handeln dann einseitig, vergrößern dadurch den Krankheitszustand, verlieren immer mehr die Selbstkontrolle und werden zu einem Ballast, ja, zu einer Gefahr für unsere Mitmenschen, bis wir schließlich aus Mangel an innerem Halt und innerer Führung zerschellen wie ein Auto, dessen Fahrer die Besinnung verloren hat. Schon Verlagerungen dieses oder jenes Körperteils beeinträchtigen die Gehirntätigkeit und sollten deshalb nicht geduldet werden.

Von Jens Trautwein.
Foto: © Corey Ford - stock.adobe.com


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