„Atem ist Leben“ kann von niemandem in Abrede gestellt werden. Denn wo kein Atem, kein Aufatmen und kein Auf und Ab ist, da ist keine Tätigkeit, keine Bewegung und kein Leben.
„Atem ist Leben“ war in den Tagen der Vergangenheit der Gegenstand der Betrachtung und wird in der Zukunft das interessanteste Thema bleiben.
„Atem ist Leben“ ermuntert uns zu denken und nachzudenken, um schließlich zu entdecken, dass Atem, Energie und Geist im Grunde ein und dasselbe sind, das uns inspirieren will und soll, zu bedenken, was wir denken.
,,Atem ist Leben“ spornt uns an, die verlorene Zeit wieder einzuholen. Denn wenn wir darauf achten, wird es uns bewusst, dass wir uns all die Sorgen, den Kummer und das Herzeleid sparen können, worunter die Unachtsamen leiden müssen.
„Atem ist Leben“ erinnert uns daran, dass wir der Atmung mindestens so viel Aufmerksamkeit widmen müssen, wie wir der Nahrung heute schon widmen. Wir müssen wissen, dass wir in Zuständen der Sorge, des Kummers, der Sünde oder der Krankheit nicht nur eine bestimmte Diät, sondern auch die Atmung in angemessener Weise pflegen müssen – und dies umso mehr, wenn wir geistig nicht nur frei sein, sondern uns sogar geistig entwickeln wollen.
„Atem ist Leben“ wird uns durch Studium und Übung zu einer Tatsache, die uns selbst über Versäumtes hinweghilft; denn „wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg“, während so manches Talent zugrunde geht, weil es mit seinen Fähigkeiten nicht den Weg zum Markt findet.
,,Atem ist Leben“ erinnert uns an die Notwendigkeiten der Gegenwart, dass wir alles verwirklichen müssen, um Erfolge zu haben, dass wir also unsere Atemübungen regelmäßig durchführen müssen, damit sich unser Blick erweitert und neue Möglichkeiten sucht und findet, deren Verwirklichung uns Glückseligkeit und Freudigkeit hier auf Erden zusichert.
„Atem ist Leben“ und das Studium des rhythmischen Atems sollte alle bedachtsamen Gesinne interessieren, denn der Atem enthält die Lösung aller Lebensfragen.
„Atem ist Leben“ beweist sich im Stauen des Atems nach der Einatmung ebenso wie durch das Enthalten des Atems nach der Ausatmung. Denn während der Stauung laden sich die Kräfte des Körpers und des Gesinnes neu, und während der Enthaltung scheiden sich alle verbrauchten Stoffe aus, und zwar so erfolgreich, dass der Tod nicht eintreten kann, solange man immer ausatmen kann.
„Atem ist Leben“, schon bevor wir auf dieser Erde in die Erscheinung traten, und auch noch, wenn wir aus diesem Erdenleben scheiden. Denn ohne Atem gäbe es keine Natur, auch keine menschliche Natur, ließe sich der organische Aufbau der Materie nicht aufrechterhalten, würde sich die Natur erschöpfen, während der Weltenodem sie beständig verjüngt.
„Atem ist Leben“ erhöht die Schwingungskräfte der Natur, sodass die Verdauungsorgane angeregt werden zu besserer Verarbeitung der Speisen und wir uns besserer Blutbeschaffenheit erfreuen.
„Atem ist Leben“ verleiht durch die rhythmische Handhabung dem Gesinn neue Kräfte, inspiriert uns zu edleren, höheren Idealen und lässt uns zur einfachen Gesetzmäßigkeit der Natur zurückkehren, wo wir durch Entspannung, Gelassenheit und Ergebung wieder in den Zustand der Jugendlichkeit und Glückseligkeit eintreten.
Von O. Z. Hanish. Aus Atem – Animationen.
Foto: Adobe Stock © Alis







